Manuelle Lymphdrainage

 

 

 

Die manuelle Pferdelymphdrainage ist eine spezifische Massagetechnik zur Förderung des Abtransportes von Lymphflüssigkeit aus dem Gewebe in den Blutkreislauf.

 

Eine verstärkte Ansammlung von Lymphe wird zum Beispiel oft bei aufgestallten Pferden an Stehtagen im Bereich der Röhrbeine und Beugesehnen beobachtet. Solche Schwellungen befinden sich aber auch in und um Muskeln, zwischen Bindegewebeschichten, und behindern somit den reibungslosen Bewegungsablauf. Auch alte Verletzungen, hartes Narbengewebe und jede akute Verletzung können solch einen Stau im Gewebe verursachen.

 

 

Indikationen für eine manuelle Lymphdrainage am Pferd:

  • angelaufene Gliedmaßen
  • chronische Phlegmone
  • Stauungsödeme, Gallen
  • Schwellungen von Gelenken und Schleimbeutel
  • Sehnenerkrankungen
  • Kreuzverschlag
  • schlecht heilende Wunden
  • bei Sportpferden um eine Übersäuerung der Muskulatur vorzubeugen
  • zur Vorbeugung und Stärkung des Immunsystems

 

 

Durch die Lymphdrainage werden Ödeme reduziert und der Abbau von Stoffwechselprodukten beschleunigt. So können Schmerzen gelindert, Wundheilungsprozesse unterstützt und Rehabilitationszeiten verkürzt werden. Die Lymphdrainage hat eine nachhaltige stärkende Wirkung auf das Lymphsystem und kann Infekten vorbeugen. Bei chronischen Ödemen dient die Lymphdrainage neben der Verringerung des Ödems vor allem der Vermeidung von Folgeschäden.

 

Durch die Lymphdrainage werden die Lymphgefäße, die sich überall im Gewebe befinden, zur Arbeit angeregt und der Abtransport von Schadstoffen aus dem Muskelgewebe normalisiert sich wieder.

 

Die manuelle Lymphdraninage kann durch die Verwendung von flexiblen Pferdetapes längerfristig positiv unterstützt werden. Weitere Infos diesbezüglich unter "Flexibles Pferdetaping"