Warum "barhuf"?

 

Weil es der natürlichste und gesündeste Zustand des Hufes ist!

 

Gründe gegen einen Eisenbeschlag:

Eisenbeschlag schränkt die Beweglichkeit der Hornkapsel ein, es findet keine Hufmechanik statt
Beschlag verhindert die optimale Durchblutung des Hufes
Der natürliche Tastsinn des Pferdes wird unterdrückt – ein sorgsamer Umgang mit den Gliedmaßen ist nicht mehr möglich
Durch einen Eisenbeschlag werden Probleme nur symptomatisch behandelt, die Ursachen jedoch können so nicht behoben werden
Gelenke sind den Bodenunebenheiten schutzlos ausgeliefert
Stellungsfehler werden durch Beschlag im negativen Sinne unterstützt
Vermehrter Abrieb im Trachtenbereich begünstigt eine lange Zehenwand und untergeschobene Trachten
Dauerhafte Schäden an inneren Strukturen durch einseitiges Kürzen und reines „schön schneiden“ der Hufe
Eisen erhöhen die Verletzungsgefahr
Qualitativ minderwertiges Horn wird produziert
Eine Korrektur des Hufes ist mit Beschlag nicht möglich
Die Nagellöcher bieten Bakterien und damit Fäulnis Zugang

Vorteile des barhuf laufens:

Hufmechanik kann stattfinden
Natürlicher Schwingbogen - die Pferde laufen schwungvoller
Intakte Hornwand bietet Fäulnis und Bakterien keinen Zugang
Krankheiten wie Arthrose und Hufrollenerkrankung können vermieden bzw. für das Pferd so angenehm wie möglich gemacht werden
Durch die Hufmechanik funktioniert die Blutpumpe im Huf optimal und wird dadurch besser durchblutet
Durch das Nachgeben der Hornkapsel werden Bodenunebenheiten ausgeglichen, was die Gelenke nicht leisten können
Korrektur und Rehabilitation kann nur am Barhuf stattfinden
Geringe Verletzunsgefahr, da sie den Boden besser spüren und somit weniger stolpern und stürzen
Kostengünstiger als Eisenbeschlag
Das Pferd ist immer einsatzbereit, kein Aufstollen im Schnee


 

 

Barhufpferde haben bei korrekter Bearbeitung generell gesündere Hufe als Eisengänger. Dennoch ist es sinnvoll, bei hohem Hornabrieb auf gesunde Hufe einen Hufschutz anzubringen.


 

Im Sinne des Tierschutzes , ist es nicht vertretbar ein Pferd „mit Gewalt“ zum Laufen zu bringen, indem man Beschläge „als Schmerzmittel“ einsetzt und durch die Unterbindung der Hufmechanik ein Pferd lauffähig hält.


 

Als Therapiemaßnahme bei vorliegenden Huf- oder Gliedmaßenproblemen sollte der Eisenbeschlag keinesfalls eingesetzt werden, wenn die Urschache in der Hufform zu suchen ist. Daher wäre hier eine Rehabilitation der desolaten und ungleichmäßig belasteten Hufen wünschenswert, ohne auf eine Symtomunterdrückung durch einen Beschlag zurückzugreifen. Den Hufbeschlag als "Gehkrücke" verwendet, um das Pferd am Laufen zu halten, schadet auf langerfristige Zeit der Gesundheit des Tieres. Der Teufelskreis wird oftmals durch anderweitige Probleme und Krankheiten des Bewegungsapparates zu einen späteren Zeitpunkt sichtbar. Daher ist ein Umdenken in der Hufbearbeitung längst überfällig und wäre wünschenswert.